Eines Tages stach mir während eines Besuchs bei meinem Lieblingselektronikladen der Silverlit PicooZ TandemZ-1 ins Auge. Obwohl schlechte Erfahrungen mit Silverlit-Helis gemacht, habe ich aus optischen Gründen nicht lange überlegt und ihn eingepackt.
Zuhause angekommen, ausgepackt, aufgeladen und gleich schwer begeistert! Entgegen einiger Beschreibungen ist es mir zwar nicht möglich, den TandemZ-1 so zu trimmen, dass er wirklich bewegungslos in der Luft steht, aber inzwischen ist er soweit eingestellt, dass er meistens das tut, was er tun soll. Und es macht einen Mordsspaß, mit ihm durch die Wohnung zu fliegen! Flugdauer ist erstaunlicherweise bei leicht 15min, die Akkus sind in der selben Zeit wieder geladen. Durch die 3-Kanal-Steuerung beherrscht er auch Vor- und Rückwärtsfliegen und benimmt sich so fast wie ein Großer. An der Stabilität gibt es auch nichts auszusetzten. Beim ersten Testflug ist er mir zwar frech aus dem Fenster geflogen, hat den Sturz aus dem 5. Stock aber ohne Schaden überstanden. Ich hätte übrigens gerne mein Gesicht gesehen, als er sich plötzlich nach unten verabschiedet hat. Bin ja etwas vorbelastet, was erste Testflüge-/fahrten betrifft ;). Was er allerdings gar nicht mag sind Zugluft, Pflanzen, die im Weg rumstehen und Freundinnen, die panische Angst um ihre Haare haben. Muß sagen, wenn ich ihn nicht schon hätte, ich tät ihn mir grad wieder kaufen.
Für einen "großen" Porsche, den ich schon seit Ewigkeiten gerne hätte, fehlt mir leider immer noch das Geld. Aber auf der Tamiya Webseite sprang mir eines Tages der Porsche 911 GT3 Cup VIP 2007 ins Auge, der - wie ich finde - unglaublich gut aussieht. Lange bei deutschen und österreichischen Händlern danach gesucht, leider aus mir unbekannten Gründen nirgends gefunden. Scheint nicht mal im Katalog 07/08 auf.
Eines wundervollen Tages war ich wiedermal beim Conrad um - wie so oft - Ersatzteile für meine Lieblinge zu kaufen. Und plötzlich: Da stand er! Ein echter Tamiya Porsche 911 GT3 Cup VIP 2007. Ich konnte es kaum fassen und habe natürlich nicht lange überlegt. An der Kassa plagte mich dann zwar das schlechte Gewissen, aber den mußte ich einfach haben. Auch weil mir in meiner Sammlung noch ein On-Road Fahrzeug fehlte.
Der GT3 sitzt auf einem TT-01E Chassis. Anscheinend sind bei der E-Version neue A und D Teile dabei. Da ich die älteren Versionen des Chassis leider nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, ob die Sinn machen oder nicht. Auf jeden Fall wird der Bausatz mit Lichteinheit geliefert. Dabei sind Scheinwerfer und vier LEDs (2 weiß, 2 rot) mit 5mm Durchmesser. Dazu später aber noch mehr. Was mich stört ist allerdings, das das Chassis in seiner einfachsten Standard-Ausführung daher kommt. Alles Plastik (auch die Antriebswelle), Luftdruckstoßdämpfer und Plastiklager. Da ist wirklich Tuning angesagt. Deshalb hab ich auch gleich das Tuning-Set von Carson mitgenommen. Das verspricht mit Kugellagern, Speed-Getriebe (inkl. Ritzel) und Öldruckstoßdämpfern etwas mehr Spaß. Mehr wollte ich vorläufig nicht für's Aufmotzen ausgeben.
Der Zusammenbau gestaltete sich - Tamiya like - relativ einfach. Wirklich einfach. Da gibt es kaum was zu meckern.
Beim Einbau des Motors habe ich kurz gerätselt, wie ich den am Motorhalter anschrauben muß, wenn ich den 28Z-Ritzel mit dem 55Z-Stirnradgetriebe aus dem Tuning-Set verwende. Steht aber sogar auf der Verpackung des Sets. So ungefähr zumindest. Man darf's nur nicht überlesen. Wie auch immer, man tut einfach so, als hätte man einen 22Z-Ritzel und die Sache hat sich erledigt.
In der Bauanleitung verwirrend ist allerdings, dass ständig von einer Chassis Version mit breiter Spur (bzw. einer mit kurzem Radstand) die Rede ist. Habe nur leider nicht rausgefunden, wo genau der Unterschied liegt und wie man rausfindet, welche Version man hat. Gut, der Porsche hat auf jeden Fall die breite Version.
Etwas lästig war der Einbau der hinteren Querlenker. Da ich wie gesagt nicht wußte, welche Chassis-Version ich besitze, habe ich natürlich dieselben falsch eingebaut. Und da bin ich natürlich erst ganz am Schluß drauf gekommen, als ich die fertige Karosserie auf's Chassis gestülpt hab (Bild 3). Also mußte alles wieder auseinander gebaut werden. Nervig. Drum merke: Porsche GT3 - kurzer Radstand, breite Spur! Wichtig in den Bauschritten 7 und 8. Wie's richtig sein soll, ist auf Bild 4 zu sehen.
Was ich übrigens auch überlesen habe, ist der Hinweis in Abschnitt 22 (Lenkgestänge - Bild 5), dass man die Schrauben (MB2) nicht ganz einschrauben soll. Gut, überlesen hab ich den nicht, aber auf die falschen Teile bezogen. Egal, ist ein wichtiger Hinweis, ansonsten ist die Lenkung etwas sehr schwergängig.
A propos Lenkung. Ich habe verzweifelt versucht, einen Server-Saver einzubauen. Leider ist mir das aufgrund der Höhe desselben nicht gelungen. Paßt dann nicht mehr ins Chassis der Servo. Schade! Falls jemand dafür eine Lösung hat - sie ist herzlich willkommen.
Ansonsten keine Probleme und ich konnte mich nach kurzer Zeit der Karosserie widmen. Das fertige Chassis sieht dann übrigens so aus:
Nach genauem Studium der Anleitung für die Karosserie stellte ich fest, dass Abdeckfolien vorhanden sind. Die Decals für die Fenster sind nämlich durchsichtig muß man wissen. Wußte ich anfangs nicht und mir war einfach nicht klar, warum ich die Fenster abkleben soll. Scheinwerfer war klar, aber Fenster. Wie auch immer, ich hab's glücklicherweise trotzdem gemacht. Perfekt abdecken tun die Folien übrigens - wie immer - nicht. Die Ränder werden nicht glatt. Da dann aber sowieso Decals drüber kamen, war mir das egal.
Das Lackieren ging dann nicht so, wie ich das gerne gehabt hätte. Zuerst habe ich die Farbe zu stark verdünnt, wodurch der Lack etwas anfällig für's Ablösen wurde. Dann ging meiner Druckluftdose die Luft aus und ich mußte mit Sprühdosen weitermachen. Hat der Konsistenz des Lacks auch nicht gut getan. Und schlußendlich hat's noch angefangen zu regnen, was mich zeitlich auch etwas zurückgeworfen hat. Naja, der Lack wurde also nicht perfekt, wenn man das Endprodukt aber von Außen betrachtet, läßt es sich damit leben. Und für was gibt's schließlich Aufkleber, die man über die schlechten Stellen kleben kann ;).
Ahja, Aufkleber. Ganz üble Arbeit. Mag ich gar nicht. Schon gar nicht, wenn man - wie beim GT3 - ständig um die Kurven kleben muß. Und kleben die Dinger erst mal, bekommt man's ohne Schaden nicht wieder weg. Außerdem sind's in diesem Fall unendlich viele Decals. Kam mir zumindest so vor. Deshalb wurde ein großer Teil gar nicht erst angebracht.
Als letzter Bauabschnitt folgte noch der Einbau der Lichteinheit. Eher unproblematisch. Abgesehen davon, dass man nicht genau sieht, wie die Scheinwerfer platziert werden müssen, wenn man sie mit doppelseitigem Klebeband festpickt.
Das war's, mehr gibt's nicht zu tun. Und hier ein Blick auf das Endprodukt. Sehr, sehr hübsch geworden. Wenn man nicht genau hin sieht. Ist aber auf jeden Fall rein optisch der neue Liebling in meiner Sammlung. Diese Tatsache hat dem Touareg zwar gar nicht gefallen, aber da muß er drüber weg.
Mit dem fertigen Chassis in der Hand ging es ab in einen Park für die erste Testfahrt. Hatte ein ziemlich mulmiges Gefühl im Bauch, weil ich ja nicht unbedingt die besten Erfahrungen mit ersten Testfahrten hatte. Deshalb zum Aufwärmen mal ein paar gemütliche Kreise gezogen. Ein paar Minuten später packte mich aber dann doch die Neugier und ich ging auf's Gas. Und war erstaunt. Flott das TT-01. War mir zwar klar, dass ich ein Speed-Getriebe eingebaut habe, aber mit der Geschwindigkeit hatte ich dann doch nicht gerechnet. Nicht ganz so schnell, wie der Durga, der Testweise mal einen 13T Motor bekam, aber doch sehr ansehnlich. Genaue Aussagen über die Höchstgeschwindigkeit kann ich leider nicht treffen. Dazu ist der Park zu klein. Trotz des hohen Tempos bleibt das Chassis aber schön in der Spur und die Lenkung reagiert sofort und genau. Hätte ich so gut eigentlich nicht erwartet. Das Getriebe läuft ruhig, der Motor bleibt auch nach härterer Belastung im akzeptablen Temperaturbereich. Der Fahrtenregler zeigte sich unbeeindruckt. Genaue Aussagen zum Fahrverhalten werde ich vorläufig schuldig bleiben. Dazu brauche ich zuerst genügend Platz, um mal so richtig Gas zu geben.
Die im Bausatz enthaltene Lichteinheit (TLU-01) kann eigentlich gar nichts. Außer die LEDs mit Strom beliefern. Dafür ist sie ziemlich groß. Vorhanden sind acht Steckplätze für jeweils zwei LEDs. Insgesamt können also 16 LEDs angesteuert werden. Zusätzlich gibt es noch einen Steckplatz für die Erweiterungseinheit TLU-02. Die TLU wird mit mitgeliefertem Verzweigungskabel direkt zwischen Akku und Fahrregler gesteckt. An der Einheit selbst befindet sich ein Ein-/Aus-Schalter. Ein weiteres Details, das mich stört. Ungut, wenn man das Licht extra einschalten muß. Hab das gerne mit dem Power-Schalter des Reglers verbunden. Ein Schalter für alle Funktionen. Praktisch ist dafür die LED-Halterung. Also die Scheinwerfer. Und sieht dazu noch gut aus. Wie auch immer, ich denke, bei diesem Auto geht es eher um das Fahrverhalten, als um die Ausstattung mit LEDs. Deshalb halte ich auch die Lichteinheit für wenig sinnvoll. Abgesehen davon gefällt mir meine Selbstbastellösung besser. Ist wesentlich kleiner und hat viel weniger Gewicht.
Das TT-01 ist ein Chassis für Anfänger im Modellbau. Der Zusammenbau geht leicht von der Hand und ist schnell erledigt. Regler und Motor sind im Bausatz enthalten, benötigt werden nur noch Akku, Servo und Fernsteuerung. Auch vom Fahrverhalten her, eignet es sich hervorragend für unerfahrene Fahrer. Die Qualität der Einzelteile ist in Ordnung. Wie man's bei Tamiya nicht anders gewohnt ist. Der Preis ist allerdings etwas hoch angesetzt. V.a., wenn man bedenkt, dass wirklich nur Standard-Teile im Bausatz enhalten sind. Wäre zu wünschen, dass wenigstens anständige Stoßdämpfer, eine Antriebswelle aus Alu und Kugellager mitgeliefert werden. Aber irgendwie muß Tamiya ja auch Geld verdienen. Da das TT-01 weit verbreitet ist, gibt's ein großes Angebot an Tuning-Teilen. Die haben dann allerdings auch ihren Preis. Die Karosserie (inkl. Decals) ist top. Auch wenn dieser Punkt wahrscheinlich Geschmacksache ist. Mir persönlich gefällt der GT3 außerordentlich gut und war schon alleine deshalb das Geld wert.
Da ich im vergangenen Herbst in der Bucht einen sehr günstigen RC-Jetski ersteigert hab (20 Euro hat mich das Teil gekostet), hab ich ihn jetzt zum ersten Mal in freier Natur ausprobiert. Geht richtig schön ab, das allerdings nur für ca. 30 Sekunden. Danach hatte ich eine Empfängerstörung, einen Crash mit unserem "Steg" und dann keinerlei Reaktion mehr auf Funksignale. Heute geht er allerdings schon wieder, irgendwie ist da wohl Wasser reingekommen. Wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben, da sich das Ding nicht öffnen lässt und sich dadurch einer eingehenden Elektronik-Kontrolle entzieht. Ist eben doch nur Chinesen-Billig-Vollplastik. Blöd. Aber hier gibt's zumindest ein Video.
Aus Interesse, was das Ding so kann, wurde eine ACME FlyCamOne² angeschafft. Ergebnis nach den ersten Kurztests: Nettes Spielzeug mit mäßiger Bildqualität und (noch) einigen Fehlern. Aber eigentlich ganz lustig.
Positiv:
klein und leicht
Linse läßt sich schwenken
Basisplatte zur externen Stromversorgung und Ansteuerung wird mitgeliefert
Negativ:
Video und Ton manchmal nicht synchron
Treiberinstallation/Update unter Windows etwas undurchsichtig
Videoqualität mäßig
Keine Videoaufnahme ohne Ton möglich
Videos im AVI-Format werden ziemlich groß
Diverse Forenbeiträge berichten, dass sich die FCO² hin und wieder von selbst abschaltet. Ist mir allerdings noch nicht passiert. Wichtig ist auf jeden Fall, stets die aktuelle Firmware zu installieren. Die ist auf der FlyCamOne Webseite erhältlich. Seit Version 3.03 gibt's nämlich auch die Möglichkeit, die Videos/Bilder um 180° gedreht aufzunehmen, was speziell bei der Montage der Kamera auf RC-Autos sehr interessant ist.
Ansonsten ist die Kamera wie gesagt, ein nettes Spielzeug, mit dem gute Videos aufgezeichnet werden können. Man darf sich halt nur nicht zuviel erwarten.
Nachdem ich seit heute stolzer Besitzer zweier LRP-HPI Challenge 17T Motoren bin und mir anfangs nicht ganz klar war, wie die Kohlen und Federn montiert bzw. die Kondensatoren angelötet gehören, hier eine kurze Anleitung.
Jeder Motor, der in einem RC-Modell verbaut wird, sollte mit Kondensatoren entstört werden um Funktionsfehler der RC-Anlage zu verhindern und deren Reichweite zu erhöhen. Die Vorgehensweise ist im Prinzip ganz einfach. Nur hier bei den LRP-Motoren tat ich mir etwas schwer.
Schritt 1 ist die Montage der Kohlen. Diese werden einfach in die vorhandene Öffnung geschoben. Falsch machen kann man da nicht viel.
Anschließend werden die Federn richtig angebracht. Das Ende mit dem Haken muß auf die Kohle drücken.
Die Kondensatoren werden jeweils an einer Öse und am Winkel über der Feder angelötet. In meinem Fall haben die Ösen gefehlt, darum habe ich mich damit begnügt, ein Bein der Kondensatoren einfach mit vorhandener Schraube festzuklemmen. Hält auch.
Bis jetzt sollte das Werk dann so aussehen.
Im nächsten Schritt werden die Litzen der Kohlen angelötet.
Schlußendlich noch die Motorkabel anlöten und die Sache ist erledigt.
In Wirklichkeit also gar nicht so schwer. Man muß nur wissen, wie. Die Anleitung ist da leider nicht sehr aufschlußreich.
Der Motor sollte vor der ersten Verwendung dann noch "eingelaufen" werden, um seine optimale Leistung zu erreichen. Dazu denselben ein paar Minuten langsam laufen lassen oder einfach an eine oder zwei Akkuzellen anschließen. [Vollständiger Text]
Mit dem GT3 habe ich meine Sammlung vervollständigt. Ein On-Roader, ein Monster Truck, ein Trial-Auto und einen Buggy. Somit gibt's vorläufig auto-technisch eigentlich außer Reparieren und Fahren (bzw. umgekehrt) nichts mehr für mich zu tun und ich kann mich endlich wieder mal meinen Schiffen widmen.