VW Race Touraeg XC
Da ich heuer mit "Mich - selbst - zum - Geburtstag - beschenken" etwas zu kurz kam, habe ich das jetzt nachgeholt und den VW Race Touareg XC von Tamiya ergattert.
Zwar etwas skeptisch bezüglich meiner autobauerischen Fähigkeiten, ging's dennoch gleich ans Werk. Wobei allerdings die erste Aufgabe war, die Bedienungsanleitung zu verstehen. Aber mit ein bißchen Einarbeitung ging's dann schon.
Erster Schritt war der Test meiner uralt 2-Kanal Fernbedienung in Zusammenhang mit einem neuen Empfänger. Wider Erwartens alles problemlos. Glücklicherweise noch den alten Quarz aufgehoben.
Anschließend folgte die Sichtung der Teile und schon ging's ans Eingemachte: Das Getriebe wurde eingebaut. Knifflig (auch wenn's hier nicht so aussieht), aber zu schaffen. Mit dem Lenkgestänge ging's weiter, anschließend das Differential.
Mit diesem in der Hand wurde die Hinterachse fertig gestellt. Sieht inzwischen aus, wie ein richtiges Auto.
Weiter ging's mit meinem Lieblingsschritt: Dem Einbau der Elektronik. War in diesem Fall nicht sonderlich aufwändig. Fahrtregler und Empfänger mit Doppelklebeband befestigen, verkabeln und die Sache war erledigt.
Inzwischen war die Nacht angebrochen, aber ich hatte mir fest vorgenommen, eine Jungfernfahrt zu machen, bevor ich mich ins Land der Träume begebe. Also noch schnell die Räder montiert und es konnte losgehen.
Ich muß zugeben, ich war etwas erstaunt. Nicht so über die Geschwindigkeit (sofern ich das in der Wohnung beurteilen konnte), sondern vielmehr, dass das Auto überhaupt fuhr. Und zwar problemlos.
Der nächste Morgen kam, ich wurde um 7:30 durch eine Blaskapelle geweckt (hier in Wien am 1. Mai so üblich) und nützte die Gelegenheit um einen Park aufzusuchen, bevor sich dort die Menschenmengen treffen. Also Karosserie aufstecken und los ging's.
Der erste Crash ließ natürlich auch nicht lange auf sich warten. Man sollte auf unebenem Grund halt auch nicht bei durchgedrücktem Gashebel voll in die Kurve gehen.



Zwei Akkuladungen und einige Überschläge später ging's dann mit verlorener Getriebekupplung und defektem Stoßdämpfer hinten glücklich, zufrieden und schmutzig wie ein Großer wieder nach Hause. Hätte das Zeug wohl fester anschrauben sollen.
Ich muß aber gestehen, ich hätte dem Auto nicht soviel zugetraut. Schon gar nicht, was Geländegängigkeit betrifft. Egal ob Asphalt, Kies, Sand, Dreck oder Gras, der Touareg fühlt sich überall wohl.
Video von der Jungfernfahrt gibt's hier: Jungfernfahrt
Jetzt noch die Karossierie lackieren, ein bißchen mit Aufklebern spielen und ein paar LEDs einbauen und schon kann's wieder losgehen.
Da ich gerade schwarzen Lack zu Hause hatte und nicht extra einen blauen kaufen wollte, habe ich mich dazu entschlossen, den Touareg eben schwarz zu lackieren. Ergebnis kann sich sehen lassen, blau hat ja jeder.
Nach einer erneuten Ausfahrt, die mit technischem K.O. endete (Imbusschrauben schon wieder gelockert), habe ich noch ein paar Aufkleber geklebt und die LEDs für die Front- und Rückscheinwerfer installiert.

Inzwischen ist es vollbracht: Der Touareg ist fertig. Und gefällt mir persönlich sehr gut. Das Hantieren mit den Aufklebern war zwar etwas mühsam, hat aber erstaunlich gut funktioniert. Man sollte sich nur hin und wieder die Hände waschen, um schmutzige Finger zu vermeiden.





















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